Rollenbahn-Konstruktionsstrahler für ein breites Teilespektrum

Komplette Stahlkonstruktionen vor dem Lackieren strahlen

Um das Strahlen von Stahlkonstruktionen effektiver zu gestalten, investierte einer der größten polnischen Stahlkonstrukteure in das neue Strahlsystem RRBK 25/21 von Rösler. 


Tätigkeitsschwerpunkt dieses Unternehmens ist die Fertigung von Stahlkonstruktionen für den Industrie- und Lagerhallenbau, für Sportstätten und Einkaufszentren sowie für Kraftwerke und die petrochemische Industrie. Neben konventionellen Konstruktionen umfasst das Programm des Produzenten entwickelte Stahl-Leichtbauelemente wie z. B. Wellstegträger. Insgesamt werden pro Jahr rund 16.000 Tonnen Stahl verarbeitet.


Optimal abgestimmt auf das Teilespektrum
Um die Oberflächen der Stahlkonstruktionen optimal auf die Lackierung beziehungsweise Pulverbeschichtung vorzubereiten, werden sie nach dem Schweißen gestrahlt. Dafür integrierte dieser Betrieb den Konstruktionsstrahler RRBK 25/21 von Rösler in die Fertigung. Das auf die Anforderungen des Unternehmens maßgeschneiderte Strahlsystem ermöglicht die Bearbeitung von bis zu 16.000 x 2.500 x 2.100 mm (LxBxH) großen, dreidimensionalen, massiven Schweißkonstruktionen mit einem maximalen Gewicht von 24 Tonnen. Die Anlage verfügt über 12 Turbinen Hurricane® H 42 mit je 15 kW Antriebsleistung, die in zwei Ringen an der Strahlkammer angebracht sind. Die Platzierung der Turbinen gewährleistet, dass Rost und Zunder sowie Schweißrückstände von allen Bereichen der  Konstruktionen zuverlässig entfernt werden. Die Anpassung der Durchlaufgeschwindigkeit, Strahlintensität und Anzahl der strahlenden Turbinen erfolgt über die Auswahl des jeweiligen, in der Anlagensteuerung hinterlegten, teilespezifischen Strahlprogramms. In die vollständig untermuldete Auslaufkammer ist eine Abblasstation integriert, die sich durch Werkstückerkennung automatisch auf die Höhe der Teile einstellt. Dies sorgt dafür, dass auf den Teilen befindliches Strahlmittel entfernt wird. Die Abmessungen der Bauteile, insbesondere deren Höhe, machten sehr große Öffnungen an der Ein- und Auslaufkammer sowie der Strahlkammer erforderlich. Hier verhindern Schutzvorhänge aus Spezialgummi sowie ein Schiebesystem aus Stahlplatten den Austritt von Strahlmittel in die Halle. Der Stahlverarbeiter nutzt die Anlage auch zum Strahlen einzelner Bleche, die zum Teil nur drei mm hoch sind. Damit diese nicht verbiegen oder unter der Rollenbahn geraten, wurde der Abstand der Rollen entsprechend verkürzt.


Be- und Entladen sowie Wartung leicht gemacht
Die Beschickung der Anlage erfolgt mit dem Hallenkran. Damit Mitarbeiter die Befestigungen der Werkstücke schnell und problemlos lösen können, wurde das Strahlsystem einerseits in das Fundament abgesenkt. Andererseits sind sowohl die Ein- und Auslaufrollenbahn als auch die Strahlkammer begehbar. Dies vereinfacht in Verbindung mit den bei Rösler Anlagen typischen, großen Wartungsöffnungen, die Wartungs- und Reparaturarbeiten. Dabei sorgt die Kooperation von Rösler mit dem polnischen Service-Dienstleister Awexim Co. Ltd., mit acht Standorten in Polen, für einen schnellen und flächendeckenden Service.