Chemielaboranten

Die Ausbildung zum Chemielaboranten vermittelt Kenntnisse in Bereichen der Chemischen Grundlagen, Instrumentellen Analytik, Umwelttechnik, Präparativen Chemie, Mikrobiologie und Werkstoffprüfung. Zu den täglichen Tätigkeiten gehören das Planen, Durchführen und Auswerten von Versuchen und das Bedienen, Warten und Instandhalten von chemisch-technischen Laborgeräten, in den Bereichen der Prozesswasseranalytik, Qualitätssicherung, Forschung und Entwicklung.

Zum Anforderungsprofil gehören neben Fachwissen auch Zuverlässigkeit, logisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und Interesse an ständiger Weiterentwicklung.

 

Anforderungen

Voraussetzungen:

  • Interesse an Naturwissenschaften, besonders Chemie
  • Mittlere Reife (Realschule) oder (Fach-)Abitur
  • Gute Leistungen in Chemie, Mathematik und Physik
  • Einsatzbereitschaft, Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Flexibilität und schnelle Auffassungsgabe
  • Gute Kommunikationsfähigkeit


Weiterbildung/ Entwicklungsmöglichkeiten:

  • Industriemeister Fachrichtung Chemie
  • Techniker der Chemietechnik oder Umwelttechnik
  • Technischer Betriebswirt
  • Qualifizierung und Spezialisierung durch Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren

 

Zahlen und Fakten

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Ausbildungsbeginn: 01. September
Berufsschule: Blockschule in Selb
Ausbilder: Frau Franziska Täubert und Frau Christine Fuchs
Die Ausbildung findet statt in: Untermerzbach-Memmelsdorf
Neueinstellungen im Jahr: 1


 

Statements

Interview mit Katharina Heß - Auszubildende im 3. Lehrjahr

Kannst du uns ein wenig über deine Ausbildung erzählen? Wie sieht dein Alltag im Ausbildungsbetrieb aus?

Katharina: Der Alltag als Chemielaborantin bei Rösler ist sehr vielseitig. Wir haben zwei Labore: Das „Analytik-Labor“, in dem wir Abwasser- und Prozesswasserproben auf verschiedene Parameter mit Hilfe unterschiedlicher Verfahren messen und das „QS/F&E-Labor“, in dem wir die Qualitätssicherung & Entwicklung unserer Compounds mitbegleiten dürfen.

Im Analytik-Labor sieht unser Alltag so aus, dass wir zuerst alle Geräte einschalten & kalibrieren. Danach gehen wir zur Probeentnahme an unserer hauseigenen Abwasseraufbereitung in unserem Betrieb und messen eigenverantwortlich die benötigten Parameter. Des Weiteren kommen in diesem Labor die Wasserproben unserer Kunden an. Als Azubi führt man die Probeneingänge (Registrierung, Zuordnung, Analysen) und verschiedene chemisch/physikalische Verfahren zur Messung von pH-Wert, Leitfähigkeit, Verunreinigung, Chlorid und Wasserhärte oder Metallgehalte durch.

Im QS/F&E–Labor sieht der Alltag hingegen etwas anders aus. Zwar muss man auch alle Geräte einschalten & kalibrieren, aber danach führt man im Bereich QS (Qualitätssicherung) die Qualitätsprüfung unserer hergestellten Compounds oder angelieferten Rohstoffe aus dem Wareneingang durch.

Im Bereich F&E (Forschung&Entwicklung) wird man an der Entwicklung von Compounds, Abwasserreinigern und anderen Produkten beteiligt, indem man sie z.B. im kleinen Maßstab unter veränderten Bedingungen (Rezepturanpassung, Rohstoffaustausch) mischt und danach bei der Prüfung der neuen Parameter dabei ist.


Wo gehst du zur Berufsschule?

Katharina: Die Berufsschule für Chemielaboranten ist in Selb, das liegt an der deutsch-tschechischen Grenze. Wir werden dort im Blockunterricht (meist in 2-3 Wochen-Blöcken) beschult. Während des Blockschulunterrichts sind wir in einem Schülerwohnheim untergebracht.


Welche Interessen und Charaktereigenschaften sollten deiner Meinung nach die Bewerber haben, die das Gleiche lernen möchten wie du?
Katharina: Man sollte Interesse am Fach Chemie haben und gerne einen abwechslungsreichen Beruf erlernen wollen, bei dem man nicht nur am Schreibtisch sitzt. Charaktereigenschaften: teamfähig, flexibel, aufgeweckt und lernfähig!


Ein Blick in die Zukunft: Weißt du schon, was du nach deiner Ausbildung machen willst?

Katharina: Mein Wunsch ist es, dass die Firma Rösler mich für ihr „QS-Labor“ (Bereich Qualitätssicherung) übernimmt und ich so weiterhin als Chemielaborantin arbeiten kann.

*Unabhängig von der Formulierung richten sich alle Ausbildungsangebote an alle Geschlechter gleichermaßen.*